Robert Stadlober

Eine Reise durch die Zeit mit Kurt Tucholsky

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07
May
Robert Stadlober
21:00 Uhr

Robert Stadlober

 

„Wenn wir einmal nicht grausam sind, dann glauben wir gleich,

wir seien gut.“

Eine Reise durch die Zeit mit Kurt Tucholsky

Gesungen, gesprochen und gespielt von Robert Stadlober

Es wird alles immer schlimmer, es ist schlimmer als jemals

zuvor, solch schlimme Zeiten, das ist ja kaum noch

auszuhalten. So oder so ähnlich tönt es aus allen Ecken und

Winkeln. Und schlimm sind die Zeiten, keine Frage, aber waren

sie denn je irgendwann einmal wirklich besser? Ist es nicht

vielmehr so, dass sich der ganze Schlamassel immer und

immer wiederholt? In schnelleren Kreisen vielleicht, aber

grundsätzlich doch immer gleich? Und fehlt uns möglicherweise

einfach nur die weite Perspektive, um diese ständig um uns

wirbelnden Schlamassel, Kreise als solche zu erkennen und

dann möglicherweise ihre Laufbahn endlich einmal zu ändern

oder ihr Gekreisel gar zu unterbrechen?

Hier kann oft die Literatur helfen und noch öfter die Musik. In

unserem speziellen Falle Kurt Tucholskys Gedanken zum

Zeitenlauf und Melodien, die sich Robert Stadlober aus dem

Chaos Gekreisel gefangen hat und über Tucholskys bereits

über hundert Jahre alte Überlegungen legt.

Es geht um die Unmöglichkeiten des menschlichen Umgangs.

In Liebesdingen wie in Dingen des Hasses, um die Sinnlosigkeit

von Gewalt und die Hoffnungslosigkeit von Politik die sich über

Gewalt zu vermitteln sucht. Es geht um die Sehnsucht nach

einer Art richtigem Leben und um den immerwährenden Kampf

der Vielen um ein kleines Stück vom Ganzen. Und Robert

Stadlober singt, spricht und ruft uns ins Gedächtnis, dass sich

eben so viel nicht verändert hat seit Kurt Tucholsky sagte:

»Wenn wir einmal nicht grausam sind, dann glauben wir gleich,

wir seien gut.« Bestimmt sind unsere Zeiten nicht wirklich

schlimmer, aber besser sind sie mit Sicherheit auch nicht.

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