“Anstellen!”,
“Ich habe einen Termin.”,
“Hier haben alle einen Termin.”
Wie schnell fällt man aus dem System? Wir haben mit Menschen geredet, deren persönliche Geschichten Schlaglichter auf die Hürden und bürokratischen Irrwege des Sozialstaats führen. Perspektiven von überwiegend kulturschaffenden Leistungsbezieher*innen, aber auch Sacharbeiter*innen eines Jobcenters und Forschenden zu diesem Thema geben einen Einblick in die viel diskutierte Institution. Mit den Änderungen in der „Neuen Grundsicherung“ wurden die Mittel nun weiter verschärft, während sich gleichzeitig die politische Debatte um Arbeitslosigkeit sowie die Stigmatisierung hilfesuchender Menschen zuspitzt. Diese Debatte aufgreifend, tritt Kafkas Figur des K. in einem fiktiven Jobcenter in Erscheinung, wird konfrontiert mit den bürokratischen Anforderungen und existentiellen Krisen. Wir begleiten ihn auf seinem Weg durch verschiedene Stationen und Maßnahmen, bis er sich schließlich verwandelt…
von: Alle Achtung Kollektiv
Beteiligte: Michelle Koprow, Olga Lerani, Ann-Kathrin Pfahler, Lilli Suckfuell
Outside Eye: Moritz Buch
Beschreibung der Gruppe
Das Alle Achtung Kollektiv ist ein loser Zusammenschluss von Künstler*innen aus Hessen, die aktuelle gesellschaftliche Tendenzen ästhetisch aufgreifen. Angesichts der Verschärfung im Diskurs um Arbeit und Arbeitslosigkeit und dem zunehmenden Druck durch die „Neue Grundsicherung“ haben sie sich nun zusammengetan, um der aktuellen Rhetorik etwas entgegenzusetzen. Mithilfe von Interviews von Sozialhilfeempfänger*innen aus der Kulturszene, Mitarbeiter*innen beim Jobcenter sowie Forschenden zur “Neuen Grundsicherung” vermischen sie persönliche Erfahrungen mit politischer Realität.
Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, das Kulturamt der Landeshauptstadt Wiesbaden und den Ortsbeirat Wiesbaden-Mitte