Neues aus der Frankfurter Anstalt

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11
Jun
Neues aus der Frankfurter Anstalt
20:00 Uhr

Neues aus der Frankfurter Anstalt

 

Neues aus der Anstalt beschäftigt sich mit der sogenannten Frankfurter Stadtgesellschaft. Die Kernfrage: Wer gehört zu dieser Gesellschaft ? Wer gehört nicht dazu, genauer formuliert: Wer wird ausgeschlossen ? Anhand der Prestigeprojekte Europaviertel und Neue Altstadt zeigt sich eine durch die Architektur plus Wohnkultur symbolisierte soziale Spaltung der Stadtgesellschaft. Hier die Priviligierten, wie Vermögende , Geschäftsleute, dort die Nichtpriviligierten . Das wird an Zahlen deutlich : Von c.a. 750000 Einwohnern in der Mainmetropole sind c.a. 100000 Einwohner auf Grundsicherung angewiesen. Weitere Widersprüche : Obwohl mindestens 60.000 sozialpreisgebundene Wohnungen in Frankfurt fehlen, wird eine neue Altstadt aus dem Boden gestampft, in der bei einigen Wohnungen der Qm-Preis bei c.a. 7000€ liegt. Wem dienen solche Projekte ? Welche Interessen verfolgt man damit ? Eine zentrale Problematik in der sogenannten Frankfurter Stadtgesellschaft ist der überteuerte Wohnraum, der eine gesunde Durchmischung unterschiedlichster Einkommenschichten bzw. unterschiedlicher gesellschaftlicher Milieus verhindert. Ergebnis: Gentrifizierung : Menschen, die sich die Mieten speziell im Stadtzentrum nicht mehr leisten können, müssen in die Peripherie ziehn, während die Eliten – und das kann man europaweit beobachten – sich in den Stadtzentren luxuriös bequem machen. Begleitend zu diesem Diskurs nehmen wir uns die politische Klasse u.a. die Grünen zur Brust, einst DIE Ökopartei in Frankfurt in den 70-er Jahren unter Frau von Dittfurth, dann unter Herrn Fischer zur neoliberalen Partei ( Rentenkürzungen, Einführung von hartz 4 ) in 2020/2021 mit der kalten Kriegerin Baerbock zur Partei der politisch korrekten Klimaschützer mutiert, bei der Sicherheitspolitik , vor allem gegen Russland ganz gross geschrieben ist und wo die soziale Frage auf der Strecke bleibt. Ach ja, die soziale Frage bei den Grünen : Frau Baerbock möchte die Witweenrente abschaffen, eigentlich sinnvoll, der Krieg ist doch vorbei ? Frauen müssen nicht mehr fürchten, dass ihre Männer in den Krieg ziehn ! oder haben wir da was falsch verstanden...?

Alexander Bussmann, Tim Vollrath- Kühne und Brigitte Schroth nehmen die Frankfurter Stadtgesellschaft im Coronalockdown satirisch zugespitzt unter die Lupe und spüren so manche ( soziale ) Schieflage auf , zeigen dabei auch, wie sich die politische Klasse vom Ottonormalbürger entfernt hat.

 

Mit Brigitte Schroth, Tim Vollrath- Kühne, Alexander Bußmann
Text und Regie Alexander Bußmann

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